4: Zur Arbeit zurückkehren

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Zur Arbeit zurückkehren
 

Wie kann mir die Arbeit bei der Genesung helfen?

Arbeit kann die Genesung unterstützen 

Wenn Sie sich von einem gesundheitlichen Problem oder einer Verletzung erholen, können Sie davon profitieren, an den Arbeitsplatz zurückzukehren, sobald dies kein körperliches Risiko mehr darstellt. Arbeit kann eine therapeutische Wirkung haben und die Gesundwerdung unterstützen. Je länger Sie nicht arbeiten, desto schwieriger ist es außerdem sowohl körperlich als auch mental, zurückzukehren, und desto höher ist das Risiko, eine langfristige Einschränkung zu entwickeln.

Wiedereingliederungsprozess

Mit einem Wiedereingliederungsprogramm wird das Konzept umgesetzt, dass sinnvolle und sichere Arbeit Teil des Genesungsprozesses ist. Dazu gehören mehrere Beteiligte, und Sie spielen dabei eine zentrale Rolle.

Das Hauptziel eines Wiedereingliederungsprogramms besteht darin, Ihnen dabei zu helfen, wieder in Ihre ursprüngliche Funktion zurückzukehren. Es ist jedoch nicht immer möglich, während des Genesungsprozesses dieselben Aufgaben und Verantwortungsbereiche zu übernehmen. Deshalb muss Ihr /Ihre Arbeitgeber/Arbeitgeberin Ihren Arbeitsplatz oder die Arbeitsbedingungen eventuell auf sinnvolle Weise anpassen, damit Sie Ihre Stelle behalten können. Diese Anpassungen können Folgendes umfassen:

  • Anpassungen am Arbeitsplatz
  • Technische Hilfsmittel
  • Wiedereingliederung in Phasen (z. B. flexible Arbeitszeiten oder Teilzeit)
  • Freistellung für medizinische Behandlungen oder Therapie 
  • Aufgabenumverteilung (z.B. Übertragen eines Teils Ihrer Aufgaben, die Sie nicht mehr problemlos erledigen können, auf jemand anderen)
  • Umgestaltung des Aufgabenbereichs

In Österreich ist laut ArbeitnehmerInnenschutz der/die Arbeitgeber/Arbeitgeberin  verpflichtet kranke ArbeitnehmerInnen zu unterstützen wieder gut integriert zu werden.

Darüber hinaus wurde mit dem Arbeits- und Gesundheitsgesetz (Bundesgesetz, mit dem ein Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot zu Arbeit und Gesundheit geschaffen wird (Arbeit-und-Gesundheit-Gesetz – AGG, in Kraft getreten 1.01.2011)) eine Basis für fit2work Personen- und Betriebsberatung geschaffen, Personen und Betriebe zu unterstützen Menschen mit  gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderungen zu unterstützen möglich ihren Arbeitsplatz zu erhalten bzw. wieder zu bekommen. Dies geschieht freiwillig und nicht verpflichtend 

§1. (1) Ziel dieses Bundesgesetzes ist der möglichst langfristige Erhalt der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit erwerbstätiger und arbeitsloser Personen. Zur Erreichung dieses Ziels ist ein flächendeckendes niederschwelliges Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot zu schaffen. Dieses hat zielgerichtete Informationen über gesundheitsfördernde Themen des Arbeitslebens zur Verfügung zu stellen und einer frühzeitigen Interventionsmöglichkeit bei gesundheitlichen Problemen erwerbstätiger und arbeitsloser Personen zu dienen. Bei Bedarf sollen mittels Case-Managements Maßnahmen zur frühzeitigen Lösung gesundheitlicher Probleme entwickelt werden. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollen bei der Entwicklung und Festigung einer gesundheitsförderlichen betrieblichen Arbeitswelt unterstützt werden.

(2) Das Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot hat sich insbesondere an beschäftigte und arbeitslose Personen, deren gesundheitlicher Zustand auf eine künftige Erwerbsunfähigkeit schließen lässt, zu richten. Weiters soll das Case Management auch für jene Personen genutzt werden, bei denen berufliche Maßnahmen der Rehabilitation oder medizinische Maßnahmen der Rehabilitation zweckmäßig und zumutbar sind. Das Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot richtet sich auch an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die einen diesbezüglichen Informationsbedarf äußern.

https://www.ris.bka.gv.at/

Das Gesetzt wird mittels Programm fit2work umgesetzt.

Welche Rolle spiele ich im Wiedereingliederungsprozess? (nächster Abschnitt)